Neuseelands Highlights: Unsere Top 10

Letztens haben Manu & ich darüber gesprochen, was eigentlich unsere Highlights in Neuseeland waren. Diese möchten wir euch nicht vorenthalten und haben diese Top 10 zusammengestellt. Manches war ein einmaliges Erlebnis, anderes ein außergewöhnliches Naturschauspiel:

  1. Überfahrt auf die Südinsel durch die Cook Strait
    Die Fahrt von Nord- auf Südinsel mit dem Interislander war mehr Kreuzfahrt als Fähre. Die 3-stündige Fahrt führt durch wunderschöne Fiorde und Buchten, man kann sich gar nicht sattsehen. Eindeutig ein eher unerwartetes Highlight!
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  2. Milford Sound
    Als eine der beliebtesten Touristenattraktionen waren unsere Erwartungen an Milford Sound entsprechend groß. Sie wurden jedoch auch erfüllt. Beeindruckende Fiordlandschaft (wie auch schon der Name der Region Fiordland sagt), Robben, strahlender Sonnenschein und der imposante Mitre Peak – dementsprechende Menschenmassen allerdings inklusive.
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  3. Wanaka
    Die Stadt der tausend See-Fotos. Manu hat mich von diesem See kaum wegbekommen. Kristallklar liegt er da, umgeben von schneebedeckten Bergen. Ich war hin und weg. Die Umgebung ist traumhaft. Weingüter gibt es auch – sollte ich mal auswandern, wisst ihr, wo ihr mich finden könnt.
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  4. Hobbiton
    Als Herr der Ringe-Fans kann man es gar nicht oft genug sagen: Hobbiton war unbeschreiblich genial! Wer einmal vor Bag’s End (Beutels End) gestanden ist, wird das Gefühl dieser Filmatmosphäre nicht mehr vergessen. So schnell kann man gar nicht schauen, wartet man schon auf das zweite Frühstück, möchte in Ruhe Pfeife rauchen und freut sich auf ein Bier im Green Dragon – das man dann im Übrigen auch bekommt!
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  5. Wai-O-Tapu
    Es stinkt. Das sei vorausgesagt. Allerdings, was erwartet man sich von einer Gegend, in der die Seen Namen wie Devil’s Bath tragen? Brodelnde, blubbernde Gatschlacken. Kochend heiße, bunte Seen. Der Champagne Pool. Sehenswertes in der Nähe von Rotorua!
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  6. Mount Maunganui
    In der malerischen Bay of Plenty findet man die tollsten Surferstrände – wenn es nicht gerade regnet. Wir waren gerade noch rechtzeitig am Mount Maunganui, haben Sonne und den herrlichen 360°-Ausblick genossen und sind dann punktgenau wieder hinuntermarschiert, als es zugezogen hat. Der Ausblick lohnt sich!
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  7. Dolphin Encounter in Kaikoura
    Das war der Wahnsinn. Besser kann man es nicht beschreiben, wenn man in Neoprenmontur mit Schnorchel und Taucherbrille im Pazifik schnorchelt, während eine Delphinfamilie mit ihren Kleinen um dich herumschwimmt, mit dir um die Wette tauchen möchte und dich spielerisch umkreist. Kein besserer Start in den Tag – begonnen hat das nämlich mit einem gewaltigen Sonnenaufgang um 5.30 Uhr.
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  8. Stargazing am Mount John Observatory in Tekapo
    So einen Sternenhimmel habt ihr euer Lebtag noch nicht gesehen. Wenn alles funkelt und glänzt, der Nachthimmel mit Sternen übersäht ist, da will man nicht mehr weg. Nachdem wir die Sternenformation das Southern Cross und andere entdeckt sowie Milliarden von Lichtjahren entfernte Sterne und Sonnen gesehen haben, hatten wir Genickstarre, aber ein wundervolles und unvergessliches Erlebnis hinter uns.Mt John Observatory
  9. Katiki Point
    Dieser Ort war ein Insider-Tipp, den uns der Braumeister in der Speight’s Brewery gegeben hat. Ein etwas abgelegener Leuchtturm, weit und breit kein Mensch und kein Auto, ein vereinzeltes Schaf. Das Wetter war dementsprechend: kalt, windig, feucht. Ein paar Schritte weiter, wir wollten schon fast umdrehen, läuft uns ein Pinguin vor die Füße. Und noch einer. Und noch einer. Dass da Menschen herumlaufen, war ihnen herzlich wurscht. Wir haben die kleinen Kerlchen sowie ein paar (über unsere Anwesenheit weniger erfreute) Robben in freier Wildbahn beobachtet. Mehr Natur pur geht nicht.
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  10. Tongariro Alpine Crossing
    19,4 km lang. Von 1.100 m Seehöhe auf 2.287 m hinauf und auf 800 m hinunter. Diese Wanderung war mörderisch anstrengend, aber totally worth it. Die Landschaft war außergewöhnlich, karges Vulkanland in verschiedensten Farben, am Horizont der Lake Taupo, und wir haben ihn bezwungen, den Mount Doom, den Schicksalsberg, den Mount Ngauruhoe. Ein Schotterberg sondergleichen, bestehen aus Geröll, Sand und Stein – ohne Weg. Aber nach 2 Stunden waren wir oben. Der Rest der Wanderung war quasi ein malerischer Spaziergang. Aber wie hat der Neuseeländer am Gipfel so schön angemerkt: Wo sonst findet man die Österreicher, wenn nicht in den Bergen.
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Neuseelandreise planen 2.0

Genau ein Jahr ist es her, dass wir auf Reisen gegangen sind. In diesen Stunden waren wir wohl gerade in Queenstown. Viele aufregende, schöne Erinnerungen haben wir aus dem „Land der großen weißen Wolke“ mitgebracht. Dass wir wieder hin wollen, wissen wir ebenfalls schon – auch wenn in naher Zukunft (leider!) noch nichts geplant ist.

Die erste Neuseelandreise ist abgeschlossen (das Video dazu ist noch in Bearbeitung), für die zweite wissen wir schon, was wir anders planen würden:

  • Leichtere Koffer
    Eines ist sicher, wir hatten viel zu viel Gepäck mit! Zu viel Gewand dafür, dass wir in fast jeder Unterkunft eine Waschmaschine vorgefunden haben, zu viele Schuhe, zu viel Unnützes.
    Nächstes Mal reisen wir sicher mit leichterem Gepäck.
  • Mehr Wanderungen
    Neuseelands Landschaft bietet unzählige Möglichkeiten für Wanderungen, viele davon in den Southern Alps. Letztes Mal war dafür kaum Zeit, da wir alles sehen wollten, was uns in den Weg kam! Bei unserer nächsten Reise möchten wir uns auch darauf mehr konzentrieren und die Landschaft per pedes genießen.
  • Kontakt mit Neuseeländern
    Die neuseeländischen Leute sind offen, herzlich und hilfsbereit. Das ist uns als allererstes aufgefallen – vor allem bei unserer Panne mit Berta. Leider waren wir ja zu g’schreckt, um in Rotorua beim Pubquiz mitzumachen – Schande über uns! Beim nächsten Mal bestimmt! Wir möchten gerne mehr von diesen netten Leuten kennenlernen und ein paar Kontakte und Bekanntschaften knüpfen, die unsere Reise und Landeskenntnis zusätzlich bereichern. Außerdem, wer kann schon von sich behaupten, ein paar kühle Bierchen (kühl – aber ohne Schaum!) mit einem waschechten Kiwi getrunken zu haben.
  • Handy mit neuseeländischer Nummer zulegen
    Wir besitzen sogar eine neuseeländische Telefonnummer. Nur hatten wir kein passendes Handy um die SIM-Karte zu verwenden. Obwohl das zeitweise sicher praktisch gewesen wäre. Womit wir  zu unsrem nächsten Punkt kommen:
  • Unterkünfte via Internet im Voraus buchen
    Gerade in Zeit, in der die Hauptreisezeit begonnen hatte, war es dann doch ein bisschen schwierig auf die Schnelle eine Unterkunft zu bekommen. Da war es dann immer praktisch ein paar Tage im Voraus zu buchen um nicht die wertvolle Zeit mit Suchen zu vergeuden. Per Handy hätte das sicher besser funktioniert bzw. hätten wir auch selbst anrufen können und hätten nicht immer an der Touristeninformation fragen müssen.
  • Touristeninformationen einholen
    In jedem (mehr oder weniger) touristischen Ort in Neuseeland gibt es ein iSite – die örtliche Touristeninformation, die allerhand Prospekte, Ausflugsinformation, Unterkünfte etc. parat halten. Leider haben wir es zu Beginn verabsäumt, diese auch einzuholen und zu nutzen. Den wertvollsten Tipp haben wir allerdings von einem Einheimischen bekommen, mitunter ein Grund, weshalb wir beim nächsten Mal mehr Kontakte knüpfen wollen.

Diese Punkte werden wir das nächste Mal berücksichtigen. Wir freuen uns jedenfalls schon maßlos darauf, auch wenn wir nicht wissen, wann es soweit sein wird – der Tag wird kommen, an dem wir wieder in Aotearoa landen werden.

Bis dahin träumen wir von Auckland, Stränden, Vulkanen, Bergen und blitzblauen Seen, Pinguinen und Robben.

Liebe Grüße,

Lisi & Manu

Christchurch & Sydney

Liebe fleißige Leser,

es folgt der letzte Blogeintrag zu unserer Neuseelandreise.
Mittlerweile schon von daheim, hab ich das Schreiben ein bisschen hinausgezögert, aber das macht es auch nicht besser.

Also unser letzter Stopp war Christchurch. Wir hatten ja schon gehört, dass man die Erdbeben noch merkt – aber dass es so schlimm ist… Die Innenstadt ist komplett zerstört, dort schaut es aus wie nach dem Krieg. Ruinen, zerbrochene Fenster, gesprungene und bröckelnde Mauern, verwahrloste und leere Geschäftslokalitäten. Am schlimmsten ist allerdings die Kathedrale, die zur Hälfte eingebrochen ist. Das ist wirklich traurig. Diese Umstände machen auch die Stimmung eher bedrückend. Da das Einkaufszentrum ebenfalls durch die heftigen Erdbeben in 2010 und 2011 zerstört wurde, steht nun in der Innenstadt die Container Mall „Re:Start„. In bunten Containern haben die ehemals im Einkaufszentrum angesiedelten Geschäfte wieder eröffnet. Dass Christchurch City wie eine einzige Ruine bzw. Baustelle wirkt, hängt wohl mit dem Zukunftsplan der Stadt zusammen. Die gesamte Innenstadt soll abgerissen und erdbebentechnisch sicher wieder aufgebaut werden. Es folgen ein paar Eindrücke:

Zerbrochene Fenster.

Ruinen.

Risse in Gemäuern.

Risse in Gemäuern.

Re:Start

Einkaufszentrum „Re:Start“

Christchurch Cathedral.

Christchurch Cathedral.

Umso schöner war dafür die Banks-Peninsula, die von Christchurch in ca. 1 Stunde zu erreichen ist. Diese grüne Oase ist Lebensraum für allerlei Tiere: Möwen, Albatrosse, Robben, Seelöwen, Pinguine und mehr. Wir sind mit dem Auto die „Summit Road“ – eine wunderschöne Panoramastraße – gefahren und haben eine Menge toller Ausblicke auf den Pazifik, Sandstrände und Hügellandschaft werfen dürfen. Geführt hat diese Straße nach Akaroa, eine Küstenstädtchen, das sehr an Kroatien erinnert – mit lauter französischen Straßennamen. Vermutlich haben hier mal ein paar Franzosen gewohnt. Nachdem das Städtchen aber unheimlich überlaufen war, sind wir auch schnell wieder weiter- bzw. zurückgefahren.

Banks Peninsula.

Banks Peninsula.

Banks Peninsula, Akaroa Harbour.

Banks Peninsula, Akaroa Harbour.

Akaroa Harbour.

Akaroa Harbour.

Le Bons Bay.

Traktor, Boot und Strand in Le Bons Bay.

Pazifik, Le Bons Bay.

Pazifik, Le Bons Bay.

Le Bons Bay.

Le Bons Bay.

Akaroa.

Akaroa.

Am Abend haben wir dann den letzten Teil der Hobbit-Trilogie im Kino angeschaut und sind in den Genuss einer Danksagung von Peter Jackson und dem ganzen Filmteam gekommen. Der Film war natürlich „sweet as“ und wir hätten ihn am liebsten gleich nochmal angeschaut.
Der nächste Tag der Tag des Abflugs.😦 Die Koffer hatten wir am Vortag schon (mühevoll!!) gepackt.
Begonnen hat der Tag somit mit Auto putzen, die Waschstraße hat uns dabei gute Dienste geleistet, ebenso der Vakuumssauger (inkluse „New Car“-Duft :P). Die restliche Zeit haben wir genützt um die botanischen Gärten anzusehen noch ein bisschen Ruhe und Erholung zu tanken und den Urlaub Revue passieren zu lassen.

Springbrunnen im botanischen Garten.

Springbrunnen im botanischen Garten.

Rosengarten.

Rosengarten.

Rosengarten.

Rosengarten.

Botanischer Garten.

Botanischer Garten.

Christchurch, Botanic Garden.

Christchurch, Botanic Garden.

Gigantischer Eukalyptus.

Gigantischer Eukalyptus.

Als die Zeit reif war, sind wir zum Auto zurückmarschiert – und haben einen Strafzettel gefunden. Leider ist unser Parkschein beim Türe Schließen auf die falsche Seite geweht worden. Nun haben wir ein nettes Mitbringsel mit nach Hause gebracht.😉 Jedenfalls haben wir das Auto zurückgebracht, sind per Taxi zum Flughafen gefahren und haben dort beim Einchecken vor versammelter Mannschaft erst mal vom Koffer ins Handgepäck umgeräumt – Übergepäck. Also sind wir mit Wanderschuhen und gefühlten 15 Kilo im Rucksack durch den Flughafen marschiert und haben uns die Zeit bis zum Abflug vertrieben. Der Flug selbst war dann aber ganz angenehm, wobei wir auch sehr schöne Ausblicke hatten.

Southern Alps.

Southern Alps.

Südalpen.

Südalpen.

Southern Alps.

Southern Alps.

Sydney von oben.

Sydney von oben.

Angekommen in Sydney haben wir erstmal die Neuigkeit erfahren, dass ein paar Straßen weiter ein Amokläufer ca. 30 Geiseln genommen hat. Tolle Nachricht. Weniger wegen unserer Sicherheit, eher, weil wir befürchteten, dass die halbe Stadt gesperrt sein würde. Wir sind also erst mal schlafen gegangen. Am nächsten Tag war der Tumult allerdings großteils vorbei. Einzig die Straße des Tatorts war gesperrt.

Wir sind also durch die Stadt spaziert, mit unserem Reisegewand: Wanderschuhen und langer Hose. Bei ca. 27° und Sonnenschein. Kalt war uns eindeutig nicht. Begonnen haben wir am Hafen, beim berühmten Opera House und der Harbourbridge. Wer einmal in Sydney ist kann sich diese ikonischen Bildnisse nicht entgehen lassen. Da war es auch noch angenehm bewölkt. Beide waren sehr schön und beeindruckend, wenn auch starke Anziehungspunkte für Touristen. Es ist wirklich ein ganz besonderes Gefühl, an einem Ort am anderen Ende der Welt zu stehen, von dem man nie zu träumen gewagt hätte, dass es einen mal hierher verschlagen würde.

Sydney Skyline.

Sydney Skyline.

Sydney Opera House.

Sydney Opera House.

Sydney Opera House.

Sydney Opera House.

Harbour Bridge.

Harbour Bridge.

Harbour Bridge.

Harbour Bridge.

Sydney City.

Sydney City.

Jedenfalls sind wir dann weitermarschiert zum Darling Harbour – ebenfalls ein sehr touristischer Punkt. Zuallererst waren wir im Wildlife Center. Ein Besuch in Australien ohne ein Känguru und einen Koala gesehen zu haben, das geht wohl nicht. Und tatsächlich: Schlangen, Koalas, Wallabys, Kängurus, Krokodil und mehr haben wir dort beobachten können.

Erstes Koalababy.

Erstes Koalababy.

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Koala.

Koala.

Wallaby.

Wallaby.

Papagei.

Papagei.

Känguru-Partie.

Känguru-Partie.

Kängurus.

Kängurus.

Krokodil Rex.

Krokodil Rex.

„Rex“, das Krokodil.

Darling Harbour.

Darling Harbour.

Darling Harbour.

Darling Harbour.

Nach vielen Tieren, die wir in Europa selten zu Gesicht bekommen, haben wir beim Mittagessen ebenfalls etwas auf den Teller bekommen, das daheim eher rar ist: Känguru-Steak. Das angeblich gesündeste Fleisch der Welt schmeckt auch noch ausgesprochen gut!
Danach sind wir auf den Sydney Tower gefahren und haben den Ausblick genossen. Leider war es ein bisschen diesig, aber die Aussicht war dennoch sehr schön. Bondi Beach hat man allerdings nur in der hellen Luft erahnen können.

Lego-Weihnachtsbaum vorm Sydney Tower.

Lego-Weihnachtsbaum vorm Sydney Tower.

Sydney vom Sydney Tower.

Sydney vom Sydney Tower.

Sydney von oben.

Sydney von oben.

Hyde Park.

Hyde Park.

Sydney.

Sydney.

Daraufhin sind wir noch ein bisschen durch die Stadt geschlendert und haben uns auf den Rückweg gemacht. Spätestens als wir mit unseren Koffern am Flughafen gestanden sind, war uns klar, jetzt ist der Urlaub aus. Nach 14 Stunden Flug, der erstaunlich schnell überstanden war, Schlaf sei Dank, sind wir in Dubai angekommen. 4 Stunden Aufenthalt und 5,5 Stunden Flug, und schon waren wir wieder in Schwechat.

Es war eine wunderschöne, unvergessliche Zeit. Schade, dass der Urlaub um ist, es ist aber natürlich auch schön, wieder bei Familie und Freunden zu sein. Wir werden Neuseeland 2014 nie vergessen und haben auch schon beschlossen: Wir kommen wieder. Neuseeland, bis zum nächsten Mal.

Vielen Dank, den Mitlesern dieses Blogs. Bislang dürfte dies der letzte Eintrag sein, aber vielleicht kommt ja doch mal was dazu. Im Mai wartet Lissabon auf uns und wer weiß, ob wir sonst etwas Erzählenswertes erleben.
Wer mehr Fotos sehen will, kann sich gerne bei uns rühren, wir zeigen bereitwillig alles her.😉 Manu hat auch einige Videos gemacht, vielleicht entsteht in Kürze ein Neuseeland-Film.

Somit wünschen wir allen ein besinnliches Weihnachtsfest im Kreise ihrer Liebsten und einen guten Rutsch ins Jahr 2015.

Te Anau, Dunedin, Otago Peninsula, MacKenzie Highland, Mount Cook

Es ist nun Mitte Dezember und wir sind schon an unserem vorletzten Stopp angekommen. Seit unserem letzten Blogeintrag haben wir aber auch wieder viel erlebt.

In Te Anau angekommen haben wir erst eine Unterkunft gesucht und die nächsten Tage geplant. Am selben Abend waren wir im Wildlife Center, das recht klein ist und mit freiem Eintritt anzuschauen ist. Das war sehr nett dort. Verletzte oder nicht mehr in freier Wildbahn überlebensfähige Tiere wohnen hier. Ein Morepork, der seine Artgenossen nicht mag und auch in seinem Gehege nicht auf die Rufe der Wildtiere reagiert, ein Kea, der nie gelernt hat, sein Futter zu finden, 2 Kakas, die gerade brüten und gerne mit Gänseblümchen gefüttert werden, eine Paradiesente, die von den Gänsen gemobbt wird und deshalb bei jeder Gelegenheit mit bereit gestelltem Futter bedient werden soll, sowie drei Takahes, eine sehr gefährdete Vogelart. Zum Abendessen gab es Fish’n’Chips, sogar der Manu wird langsam ein richtiger Fisch-Fan.

Am nächsten Tag stand eine richtige Touristenattraktion am Programm. Wir sind mit dem Auto zum Milford Sound gefahren (der eigentlich ein Fjord ist). Der Weg dorthin führt durch den Fiordland Nationalpark und ist eine tolle, leider recht viel befahrene Straße. Auch einen Tunnel hat die Straße zu bieten. Das Besondere daran ist, dass an den Enden des Tunnels häufig Keas, die weltweit einzigen Berg-Papageien, anzutreffen sind. Das sind sehr neugierige, richtig garstige Biester, die in ihrer Neugier gern man das ein oder andere Auto zerlegen. Das hat dann schon was, wenn man die Tiere nicht nur im Käfig, sondern auch in freier Wildbahn erleben kann. Am Milford Sound haben wir dann eine Schifffahrt gemacht, der bis ans Ende, in die Tasmanische See geführt hat. Das war ein tolles Erlebnis: die traumhafte Landschaft, hunderte Wasserfälle, das dunkle, klare Wasser. Und dazu hatten wir noch ganz untypisches Wetter, nämlich Sonnenschein.

Mirror Lakes.

Mirror Lakes.

Das Schild :-)

Das Schild🙂

Ein wilder (garstiger) Kea.

Ein wilder (garstiger) Kea.

Bootsfahrt am Milford Sound.

Bootsfahrt am Milford Sound.

Milford Sound.

Milford Sound.

Für die Schafe geht's über den Highway zur Schur.

Für die Schafe geht’s über den Highway zur Schur.

Der folgende Tag war einer ähnlichen, aber doch gänzlich anderen Sache gewidmet. Diesmal war eine Tagestour zum Doubtful Sound an der Reihe. Allein das Wetter war hier schon typischer. Es war wolkig, bewölkt und regnerisch, selten haben sich paar Sonnenstrahlen gezeigt. Abgeholt wurden wir direkt vom Hotel. Per Bus ging es nach Manapouri, von wo aus wir den Lake Manapouri querten. Dort steht ein Kraftwerk, das die ganze Region mit Strom versorgt. Ziemlich beeindruckend. Danach fuhren wir mit einem weiteren Bus über einen Sattel und durften erste Blicke auf Doubtful Sound werfen, zu dem wir dann gleich weiterfuhren. Nach der doch recht langwierigen Anreise machten wir dort eine dreistündige Rundfahrt. Die Landschaft ähnlich dem Milford Sound, war der Doubtful Sound aber ganz anders. Es war weniger eine Touristenattraktion, es war ruhig, friedlich und man konnte wirklich die Natur erleben. Auch wenn das Wetter weniger mitgespielt hat, hatten wir am Doubtful Sound wahrlich Natur pur.

Lake Manapouri.

Lake Manapouri.

Erster Blick auf Doubtful Sound.

Erster Blick auf Doubtful Sound.

Im Doubtful Sound.

Im Doubtful Sound.

Robbenkolonie.

Robbenkolonie.

Kraftwerk am Lake Manapouri.

Kraftwerk am Lake Manapouri.

Wasserfall im Doubtful Sound.

Wasserfall im Doubtful Sound.

Leider waren uns nur diese zwei Tage in Te Anau gegönnt, es ging aber auch schon weiter nach Dunedin. Die Fahrt durch Otago an die Pazifikküste war richtig klischeehaft: grünes, hügeliges Weideland soweit das Auge reicht und im Hintergrund die Berge. In Dunedin angekommen, haben wir gleich losgelegt mit der Stadtbesichtigung. Dunedin ist eine ziemlich schottisch angehauchte Stadt. Man sieht viele Backsteinbauten, hört Dudelsackmusik und schottischen Akzent. Nachdem wir einen ersten Eindruck gewonnen hatten, besuchten wir die Cadbury World – eine Schokoladenfabrik. Das war recht cool, wir haben einen Film über die Geschichte der Fabrik gesehen, die Produktion besichtigt und viel Schokolade geschenkt bekommen. Auch der Shop war sehr faszinierend. Die Neuseeländer bevorzugen allerdings eher Schokolade mit Jellybeans und Marshmallows. Da ist uns die ganz normale Alpenmilch eigentlich lieber. Generell ist die neuseeländische Schokolade süßer als unsere, was unser Guide auch erwähnt hat. Unsere ist im Gegensatz dazu eher herb. Im Anschluss zog es uns gleich in die nächste Genussmittelfabrik: Wir machten ein Führung durch die Speight’s Brewery. J Nach einer Führung durch den alten und den neuen Brauereiteil sowie ein bisschen Geschichte, durften wir ein paar Biere verkosten und als Österreicher natürlich auch gleich unsere Zapfkünste beweisen. Natürlich haben wir brilliert.😉 Besonders gut geschmeckt haben das Speight’s Gold Medal Ale (mein Favorit) und das Speight’s Triple Hop Pilsner (Manus Favorit). Guide John hat uns auch einen entscheidenden Tipp gegeben, nämlich wo man in freier Wildbahn am besten Pinguine sieht. Diesen Tipp haben wir zwei Tage danach befolgt, später mehr dazu. Am Abend waren wir dann in einem Burgerlokal namens Velvet Burger – und es war köstlich.😉

Cadbury World.

Cadbury World.

Speight's Brewery.

Speight’s Brewery.

Rathaus von Dunedin am Abend.

Rathaus von Dunedin am Abend.

Tag 2 in Dunedin war leider auch nicht von Schönwetter geprägt. Das ist wohl auch so ein schottisches Mitbringsel. Wir haben uns den sehr schönen Bahnhof angesehen, ein paar anglikanische Kirchen sowie die Universität und die botanischen Gärten. In der Universität, die international einen top Ruf hat, haben wir gleich ein paar Unterlagen bezüglich Austauschsemester mitgenommen. Der Rosengarten des botanischen Gartens war nicht ganz so bunt wie der in Wellington (vielleicht aufgrund des unterschiedlichen Klimas), dafür waren das Kakteenhaus und das Avarium spannend. Manu war besonders begeistert, wir haben nämlich wieder mal eine wilde Waldtaube gesehen (absoluter Lieblingsvogel). Einen kurzen Ausflug haben wir zur Baldwin Street gemacht, der steilsten Straße der Welt. Mit 35% haben wir uns mit unserem Chewbacca da nicht rauffahren getraut, aber zu Fuß sind wir gewandert. Ziemlich steil.

Dunedin Railway Station.

Dunedin Railway Station.

Für die Schotten unter uns.

Für die Schotten unter uns.

Otago University. Der bekannte Uhrturm.

Otago University. Der bekannte Uhrturm.

Botanic Gardens. Botanische Gärten.

Botanic Gardens. Botanische Gärten.

Kea im Avarium.

Kea im Avarium.

Schottische Eiche.

Schottische Eiche.

Baldwin Street. Manu (und gezeichnet eine Waldtaube!)

Baldwin Street.
Manu (und gezeichnet eine Waldtaube!)

35° hat die Baldwin Street.

35% hat die Baldwin Street.

Ganz schön schief das Haus.

Ganz schön schief das Haus.

Den Nachmittag haben wir auf der Otago Peninsula, der nahe gelegenen Halbinsel verbracht. Diese nur sehr dünn besiedelte Halbinsel ist das Zuhause vieler Tiere. Zuerst haben wir Larnach Castle besichtigt, ein schottisches Schloss mitten in Neuseeland. Sehr hübsch anzuschauen mit einem schön gestalteten Garten rundherum. Auch hier wieder eine Waldtaube („juhu!“). Auf die nächste Aktivität haben wir uns lange gefreut: Eine Tour im Penguin Place. Der Schafbauer hat eines Tages bemerkt, dass seltene Gelbaugenpinguine auf seinem Land ihre Nester haben. Diese Pinguine brauchen viel Abstand zwischen den Nestern, weil sie ihre Privatsphäre wollen. Bevor Menschen nach Neuseeland kamen, war hier fast ausnahmslos Wald. Da war das kein Problem. Nun, wo 87% Weideland sind, ist der Gelbaugenpinguin eine gefährdete Art. Besagter Bauer hat also sein Weideland bewaldet, kleine Hütten als Sichtschutz für die Pinguine zum Brüten und versteckte Wege und verborgene Beobachtungsmöglichkeiten für Besucher geschaffen. Wir sind den Pinguinen also recht nahe gekommen und haben sogar ihre Kleinen gesehen. Das war fantastisch!

Larnach Castle.

Larnach Castle.

Blick vom Turm von Larnach Castle.

Blick vom Turm von Larnach Castle.

Pinguin am Weg zum Meer.

Pinguin am Weg zum Meer.

Pinguin und die Kleinen.

Pinguin und die Kleinen.

Pinguin und Kiddies.

Pinguin und Kiddies.

Nachdem wir so viel erlebt hatten, mussten wir aus Dunedin auch schon wieder fort zu unserem nächsten Ziel. Aufbruch war allerdings schon um 7.00 Uhr früh. Wir wollten nun nämlich den Geheimtipp von Brauerei-Führer John anschauen, ein Ort namens Katiki Point. Das war wirklich ein wertvoller Hinweis. Es war noch sehr früh, kalt und regnerisch. Wir waren dort mutterseelenallein. Auf einer recht ausgesetzten Halbinsel, in der Kulisse ein Leuchtturm sind wir einen ausgetretenen Weg entlang marschiert. Und auf einmal stehen 5 Gelbaugenpinguine vor uns. Wir sind erst mal vorsichtig herumgeschlichen. Unsere Anwesenheit dürfte aber nicht sonderlich gestört haben. Daneben eine Robbenkolonie, die uns eher weniger mochte, weil sie Jungtiere dabei hatten, und uns böse angeschaut haben. Die Pinguine sind umher gewatschelt und haben die Kälte genossen, während wir gefühlte hunderttausend Fotos gemacht haben und uns die Finger abgefroren haben. Wieder ein gigantisches Naturerlebnis. So seltene Tiere in freier Wildbahn sind fantastisch.

Gelbaugenpinguin.

Gelbaugenpinguin.

Yellow-eyed penguin.

Yellow-eyed penguin.

1 Pinguin im Nest mit Sichtschutz.

1 Pinguin im Nest mit Sichtschutz.

2 Pinguine.

2 Pinguine.

3 Pinguine.

3 Pinguine.

4 Pinguine.

4 Pinguine.

Nicht sehr begeisterte Robbe.

Nicht sehr begeisterte Robbe.

Gleich daneben quasi liegen die Moeraki Boulders – wir haben sie scherzhaft Moulder Boulders genannt, weil wir uns beim Planen den Namen nie merkten konnten. Das sind rund geschliffene Steine, die am Strand liegen. Niemand weiß, wie sie entstanden sind. Sie sind einfach da. Und eine Touristenattraktion. Bei diesem „traumhaften“ Wetter war allerdings nicht viel los. Nach ca. 2 Stunden Fahrt sind wir dann endlich in unserem eigentlichen Ziel Tekapo angekommen. Der See ist durch Gesteinstaub aus dem zulaufenden Gletscherfluss türkis/hellblau. Schaut sehr spektakulär aus. Dort angekommen haben wir uns erst mal einen Lachsbagel gegönnt. Hier in der Gegend gibt es recht viele Lachsfarmen. Danach sind wir in unsere Unterkunft im etwa 20 Minuten entfernten Fairlie gefahren. Um zu warten. Denn am Abend um 23.00 Uhr mussten wir wieder in Tekapo sein. Wir machten eine Earth & Night Tour ins Mount John Observatory. Durch die geringe Luftverschmutzung, die gedämmten Lichter des 300-Einwohner-Ortes und wenig Population in näherer Umgebung – da liegen nämlich die Southern Alps – findet man hier einen der, bzw. den klarsten Sternenhimmel der Welt. Das war wirklich unglaublich. Nach einem stark bewölkten Tag, hat es in der Nacht doch aufgerissen und fast keine Wolke mehr am Himmel. Unfassbar viele Sterne kamen dabei zum Vorschein. Nach ein bisschen theoretischer Einführung und Kakao (dort war es auch unfassbar kalt, teilweise „antarktische Verhältnisse“) konnten wir durch Teleskope ferne Galaxien, Nebel und Sterne beobachten. Das war wahnsinnig interessant und ein großartiges Highlight. Es gibt auch ein Gruppenfoto, mit einer speziellen Kamera geschossen. Das wird allerdings erst in ein paar Tagen ins Internet gestellt. Wird gerne hergezeigt oder bei genug Nachfrage hier auch dann nachträglich hochgestellt. (Wenn mich keiner erinnert, vergesse ich das nämlich sicher).

Moulder Boulders.

Moulder Boulders.

Moeraki Boulders.

Moeraki Boulders.

Pazifikküste.

Pazifikküste.

Lake Tekapo.

Lake Tekapo.

Lake Tekapo von Mt. John.

Lake Tekapo von Mt. John.

Vogerl.

Vogerl.

Schlafenszeit war dann 3.00 nachts. Dementsprechend sind wir am folgenden Tag aufgestanden. Wir haben allerdings nicht sonderlich viel verpasst (Regen sei Dank) und die vergangenen Wochen haben wir sowieso kaum mal länger als 8 geschlafen. Wir sind heute in Richtung Lake Pukaki und zum Mount Cook, dem höchsten Berg Neuseelands gefahren. Dort hatten wir recht spektakuläre Ausblicke, da das Wetter in Tekapo auf einmal doch recht sonnig war. Insgesamt ein ruhiger, angenehmer, aber schöner Tag.

Lake Tekapo.

Lake Tekapo.

Manu & Lupinen & Lake Tekapo.

Manu & Lupinen & Lake Tekapo.

Church of the good shepherd.

Church of the good shepherd.

Lake Pukaki vom Peter's Point.

Lake Pukaki vom Peter’s Point.

Tasman Valley, Mount Cook.

Tasman Valley, Mount Cook.

Mount Cook.

Mount Cook.

Lake Pukaki.

Lake Pukaki.

Stausee bei Lake Pukaki.

Stausee bei Lake Pukaki.

Wolken kriechen von Fairlie über die Berge.

Wolken kriechen von Fairlie über die Berge.

Jetzt setzen wir uns mit einem Monteith’s Pilsner vor den Fernseher und schauen den ersten Teil vom Hobbit, damit wir für Christchurch aufs Kino eingestimmt sind. Dort wollen wir uns nämlich den dritten Teil anschauen.

Gratulation, wer bis hierher gelesen hat. Es wurde jetzt doch ein bisschen lang. Morgen steht die letzte Etappe an. Ein bisschen wehmütig bin ich jetzt schon.

Liebe Grüße aus Fairlie!

West Coast, Franz Josef Gletscher, Wanaka, Queenstown

Wie im letzten Bericht schon verraten, ging es weiter in Richtung West Coast / Westküste. Bis dorthin war es allerdings eine fast 5-stündige Autofahrt, was recht anstrengend war, zumal das Wetter uns alle Jahreszeiten gespielt hat. Angefangen mit strahlendem Sonnenschein in Kaikoura, weiter ging es mit Wolken und Wind, je tiefer in die Südalpen und je höher gelegen, desto kälter wurde es natürlich auch und bei 4° haben wir dann auch Schnee gesehen. Endlich an der Westküste angekommen war es dann stürmig und regnerisch, aber zwischenzeitlich ist auch die Sonne herausgekommen.

Unser erster Stopp waren die Pancake Rocks, eine interessante Felsformation in der Nähe von Greymouth:

Pancake Rocks. Der Name ist selbsterklärend.

Pancake Rocks. Der Name ist selbsterklärend.

Pancake Rocks.

Pancake Rocks.

Pancake Rocks bei gewaltigen Wellen in der tasmanischen See.

Pancake Rocks bei gewaltigen Wellen in der tasmanischen See.

Danach hatten wir noch 2 Stunden Fahrt nach Franz Josef Glacier Village. Der Gletscher und das zugehörige Dorf wurden tatsächlich damals nach unserem Kaiser benannt – ziemlich cool.

Den Gletscher haben wir uns am nächsten Tag angesehen. Eine dreiviertel Stunde wandert man etwa zum Gletscherfeld hin, man merkt jedoch deutlich die Verschmutzung des Gletschers durch den starken Luftverkehr – man hört ununterbrochen die Helikopter und Flugzeuge, die Touristen über die Berge fliegen. Außerdem ist er in den letzten Jahren auch deutlich zurückgegangen. Den Fotos nach zu urteilen zwischen 2008 und 2012 etwa 25 Meter. Dennoch ein sehr schöner Anblick:

Franz Josef Glacier.

Franz Josef Glacier.

Schispuren am Franz Josef Gletscher.

Schispuren am Franz Josef Gletscher.

Nach einer kurzen Fahrt in Richtung Fox Gletscher kamen wir zum Lake Matheson, der im Idealfall ein toller Spiegelsee ist. Leider hat das Wetter nicht ganz mitgespielt und uns keine Spiegelung gegönnt, der Spaziergang um den See war trotzdem sehr schön.

Lake Matheson leider ohne Spiegelung.

Lake Matheson leider ohne Spiegelung.

Darauf traten wir am Nachmittag den Weg nach Wanaka an, eine recht lange, aber wunderschöne Fahrt. „Panoramafahrt“ wäre ein treffenderer Ausdruck. Durch gebirgige Gegend, an strahlend blauen Gletscherflüssen vorbei und darüber, am Strand entlang und schließlich an den kristallklaren Lake Wanaka – und alles in strahlendem Sonnenschein, der sich nach der missglückten Spiegelung am Lake Matheson doch noch eingefunden hat.

Knight's Point.

Knight’s Point.

Pause auf der Fahrt nach Wanaka.

Pause auf der Fahrt nach Wanaka.

Lake Wanaka und die Stadt haben uns total gut gefallen, der See ist einfach traumhaft. Begonnen haben wir den folgenden Tag mit einer kleinen Wanderung auf den Mount Iron, von dem man eine wundervolle Aussicht über den See und die Gegend hatte.

Wanaka.

Wanaka.

Blick vom Mount Iron.

Blick vom Mount Iron.

Sonnenuhr am Mount Iron.

Sonnenuhr am Mount Iron.

Danach sind wir am See entlang marschiert, haben einen Sonnenbrand bekommen, ein Eis gegessen und das Traum-Tagerl genossen.

Lake Wanaka.

Lake Wanaka.

Lake Wanaka.

Lake Wanaka.

Hier erkennt man, wie klar Lake Wanaka eigentlich ist.

Hier erkennt man, wie klar Lake Wanaka eigentlich ist.

Am Abend waren wir im populären Cinema Paradiso. Dieses Kino bietet Wohnzimmer-Atmosphäre: Statt den gewöhnlichen Kinositzen stehen im Saal kuschelige Sofas, diverse Couches, ein Oldtimer etc. Zudem kann man sich allerlei Fressalien für den Film besorgen, von Pizza über Kaffee und Kuchen, einem Glaserl Wein zu standardmäßigem Popcorn, aber auch selbstgemachtem Eis und Cookies. Dort haben wir uns den dritten Teil der Tribute von Panem „Mockingjay“ angesehen.

Am nächsten Tag war das Wetter nicht mehr ganz so fabelhaft und wir haben uns die Puzzling World angeschaut. Einerseits gab es da ein riesiges Labyrinth, aus dem wir erst nach knapp einer Stunde wieder entronnen sind, und die Puzzling World selbst, die sich mit optischen Täuschungen beschäftigt.

Puzzling World.

Puzzling World.

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Danach haben wir das Weingut Rippon besucht, das gleich auf einem Hügel neben dem See liegt. Wir hatten es sogar am Vortag beim Spaziergang von der anderen Seite gesehen, aber nicht gewusst, dass wir es am nächsten Tag gleich besuchen würden. Gekostet haben wir dann Osteiner (eine mittlerweile nur noch sehr selten zu findende Sorte), Riesling, Pinot Noir und Gewürztraminer. Dabei haben wir die Aussicht genossen und mit der Dame vom Weingut gesprochen, die unheimlich gerne mal in Österreich Schi fahren würde, weil sie die Alpen „so beautiful“ findet.

Ribbon Vineyard.

Rippon Vineyard.

Weiter führte uns die Route am Nachmittag über eine wunderschöne Gebirgsstraße nach Queenstown.

Straße nach Queenstown.

Straße nach Queenstown.

Den nächsten Tag begannen wir mit einer Herr der Ringe Tour. Unser Führer „Badger“ (wir wissen nicht, wieso sein Spitzname „Dachs“ lautet…) wusste sehr viel über die Gegend sowie über die Produktion und Drehorte der Herr der Ringe Trilogie und der Hobbit Filme zu erzählen. Nach Kakao und Keksen durften wir in Kostümen mit Schwertern und Äxten spielen.

Lake Wakatipu.

Lake Wakatipu.

LGLOLAS, unser Auto.

LGOLAS, unser Auto.

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Wer erkennt, welche Szene im Film an diesem Ort gedreht wurde?

Wer erkennt, welche Szene im Film an diesem Ort gedreht wurde?

Am Nachmittag wurde das Wetter wieder ein bisschen freundlicher und wir fuhren mit der Gondel auf den Bob’s Peak – wie wir aber erst am nächsten Tag erfuhren, da keiner bis dahin wusste, wie der Berg mit der Gondel eigentlich heißt. Am Gipfel gibt es auch den „Luge“, eine Art Sommerrodelbahn, die wir uns natürlich nicht entgehen ließen und die mit einer Seilbahn zu erreichen war. Interessanter Fakt ist, dass die Firma Doppelmayr sogar in Neuseeland Lifte baut.

Queenstown vom Bob's Peak.

Queenstown vom Bob’s Peak.

Queenstown und ihre Gondel.

Queenstown und seine Gondel.

Der Beweis österreichischen Tuns in Neuseeland.

Der Beweis österreichischen Tuns in Neuseeland.

Lake Wakatipu und Queenstown.

Lake Wakatipu und Queenstown.

Am Abend sind wir mal wieder essen gegangen uns haben Fiordland-Reh und Lake Wakatipu-Lachs gegessen (und zum Magen verschließen eine kleine Käseplatte mit neuseeländischem Käse – köstlich😉 )

Etwas Anderes haben wir am nächsten Tag ausprobiert. Da wir auch eine andere Seite von Queenstown sehen wollten, das eher als Stadt für Adrenalin-Junkies bekannt ist, haben wir uns für eine Horse Trekking Tour entschieden. Wir sind also abgeholt worden und mit dem Kleinbus zum Moke Lake geführt worden, in ein kleines Tal, das ein bisschen abgelegen ist und haben dort einen Ausritt gewagt. Dort haben dann auch fast nur Deutsche gearbeitet, die sich total gefreut haben, weil sie noch nie Österreicher hier hatten und mit denen wir dann auch gleich fleißig geplaudert haben.

Pferderl reiten.

Pferderl reiten.

Kalb, ca. 1 Woche alt.

Kalb, ca. 1 Woche alt.

Moke Lake.

Moke Lake.

Moke Lake ist anscheinend auch ein Spiegelsee.

Moke Lake ist anscheinend auch ein Spiegelsee.

Leberkäse & Lisi :-)

Leberkäse & Lisi🙂

Nach einem kurzen Imbiss (wir haben uns einen von Mrs. Ferg’s Meat Pies gegönnt – die sind ein Traum) haben wir eine Bootsfahrt über den Lake Wakatipu unternommen. Steve, der Skipper, hat uns viel über die Gegend, die Berge, den See, Grundstückspreise, seine peruanische Frau, den Überschuss an Indern und den Namen des Berges mit der Gondel erzählt. Dazu gab es Kekse und Kaffee sowie unbezahlbare Einblicke in die Landschaft.

Lake Wakatipu.

Lake Wakatipu.

TSS Earnslaw, der letzte Dampfer vom Lake Wakatipu.

TSS Earnslaw, der letzte Dampfer vom Lake Wakatipu.

Lake Wakatipu - im Hintergrund der Gebirgszug "Remarkables".

Lake Wakatipu – im Hintergrund der Gebirgszug „Remarkables“.

Die Remarkables vom Boot aus.

Die Remarkables vom Boot aus.

Paraglider über Queenstown.

Paraglider über Queenstown.

Nach der Bootstour bei einem Abstecher ins Underwater Observatory.

Nach der Bootstour bei einem Abstecher ins Underwater Observatory.

Morgen lautet unser Ziel Te Anau, wieder an einem See gelegen. Lake County gefällt uns total gut, die Seen sind wunderschön und die Landschaft gewaltig.

Liebe Grüße aus Queenstown!

Wellington, Nelson & Kaikoura

Ein bisschen Zeit ist seit unserem letzten Eintrag vergangen – wir schreiben unsere Berichte nun allerdings schon von der Südinsel. Da waren wir also in Wellington. Am ersten vollen Tag wollten wir also voll loslegen, nur das Wetter hatte da mal wieder was dagegen. Also sind wir auf Indoor-Programm umgestiegen und haben in der Weta-Cave begonnen. Weta Workshop und Weta Digital sind weltweit in der Filmindustrie bekannt und tätig. Filme wie KingKong, Avatar und Herr der Ringe wurden unter Anderem hier produziert – wie auch sonst, wenn an der Spitze kein Geringerer als Peter Jackson steht. War jedenfalls sehr cool, gleich vor dem Eingang haben uns drei Trolle erwartet und danach haben wir eine kleine Tour durch Weta Workshop unternommen, wo man gesehen hat, wie allerlei Filmutensilien hergestellt werden. Alles streng geheim und ja keine Fotos etc.

Weta Cave.

Weta Cave.

Gollum in der Weta Cave.

Gollum in der Weta Cave.

Weil wir auch schon in der Nähe waren, wollten wir auch die Aussicht vom Mount Victoria genießen und sind hinauf gewandert. Die Wolken haben uns dabei aber einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dafür sind wir dann den Hobbit-Walkway marschiert (wer Herr der Ringe nicht gesehen hat, kann hier zum nächsten Absatz übergehen) und haben die Stelle gefunden, wo sich beim ersten Herr der Ringe-Teil Frodo, Sam, Merry und Pippin vor den Nazgûl unterhalb des Weges verstecken. Der Baum, der sie schützend verdeckt, ist nicht mehr da, aber die Mulde sehr wohl – wir haben uns es natürlich nicht nehmen lassen, mal Probe zu sitzen.

Wellington bei halber Sicht.

Wellington bei halber Sicht.

Ein Hobbit auf der Flucht.

Ein Hobbit auf der Flucht.

Danach hat es zu regnen begonnen und wir haben den Nachmittag im Te Papa, dem neuseeländischen Nationalmuseum verbracht. Viel Interessantes über Vulkane, Plattentektonik, Neuseelands Flora und Fauna, die Besiedlung der Insel, nationale Geschichte, Maorikultur und mehr gab es dort zu entdecken. Den Rest des Tages haben wir gemütlich verbracht. Irgendwann muss auch mal Zeit für ein bisschen Ruhe und Entspannung sein. Das Wetter des folgenden Tages war schon vielversprechender. Sonnig und von strahlend blauem Himmel begleitet machten wir uns auf den Weg in die Botanic Gardens, wo wir umgeben von Rosen, Weinranken im Rahmen einer tollen Gartenanlage ein Frühstück genossen haben. Im Folgenden sind wir durch den Kräutergarten, den Australischen Garten und vermutlich noch andere Gärten spaziert (war nicht immer angeschrieben, wo wir im Moment eigentlich waren), haben im Anschluss den Ausblick von ganz oben auf die Stadt bestaunt und sind per Cable Car wieder vom Hügel hinunter gefahren. Wellington ist ja generell eine sehr hügelige Stadt, da haben teilweise auch Privatpersonen ihre eigenen Cable Cars, was ziemlich cool ist.

Blick nach oben beim Frühstück in den Botanischen Gärten.

Blick nach oben beim Frühstück in den Botanischen Gärten.

Rosengarten in den botanischen Gärten.

Rosengarten in den botanischen Gärten.

Cable Car über Wellington.

Cable Car über Wellington.

Bendix Hallensteins Vermächtnis.

Bendix Hallensteins Vermächtnis.

Im Anschluss waren wir dann noch ein zweites Mal am Mount Victoria und haben die Aussicht diesmal richtig genießen können – auch wenn dort oben der Wind mörderisch getobt hat!

Sonniges Wellington.

Sonniges Wellington.

Blick vom Mount Victoria.

Blick vom Mount Victoria.

Ein Windmoment.

Ein Windmoment.

Am Nachmittag sind wir mit einer kleinen Fähre ans gegenüberliegende Ufer der Bucht gefahren und haben Days Bay angeschaut, ein kleines verschlafenes Nest, aber ganz hübsch – und mit einem Café, das gute Kuchen anbietet. Der nächste Tag war dann der Tag: Adieu, Nordinsel – Südinsel, wir kommen. Mit der gigantischen Autofähre von Interislander sind wir in 3 Stunden zur anderen Insel geschippert. Man könnte das allerdings eher als Genussfahrt bezeichnen. Schließlich geht es von einer Bucht mit einer kurzen Fahrt über freies Meer in eine gewaltige Insel- und Buchtenlandschaft, aber seht selber:

Interislander Wellington - Picton.

Interislander Wellington – Picton.

Erste Blicke auf die Südinsel.

Erste Blicke auf die Südinsel.

Buchtentour durch die Ausläufer der Südinsel.

Buchtentour durch die Ausläufer der Südinsel.

Panorama-Fähre.

Panorama-Fähre.

Der Ankunftsort heißt Picton und von dort fuhren wir dann auch gleich durch die Weinlandschaft Marlborough nach Nelson, am Rande des Abel Tasman National Parkes. Dort haben wir uns erst mal die direkt am Meer gelegene Stadt Nelson selbst angeschaut. Besonderes Highlight war das Geschäft von Jens Hansen, der für Herr der Ringe den einen Ring angefertigt hat. Ausgestellt war eben besagter Ring sowie Gandalfs Ring, Arwens Ring und Aragorns Ring und der eine Ring für die Anfangsaufnahme im ersten Teil mit 8 Zoll Durchmesser. Dort haben wir auch beschlossen, dass wir nicht in Nelson selbst verweilen würden, sondern in Motueka, da dieser Ort näher am Nationalpark selbst liegt. Gesagt, getan. Unsere Unterkunft war ein sehr nettes Bed&Breakfast. Gastgeberin Barbara, eine echte Nelsonianerin, hat uns von ihrem Sohn in Perth und ihrem Enkel in Chicago sowie viele weitere Geschichten erzählt – allerdings dachte sie, dass Österreich ein Teil von Deutschland wäre… Autsch. Zum Glück konnten wir sie darüber aufklären. Am folgenden Tag führte unser Weg nach Kaiteriteri zum kajaken. Durch glasklares Wasser sind wir 2 Stunden mit dem Kajak gepaddelt bis zum Split Apple Rock, der – wie der Name schon sagt – wie ein gespaltener Apfel aus Stein aussieht. Das war verdammt anstrengend, aber wir haben einen schönen Einblick in den Abel Tasman Nationalpark bekommen sowie tolle Blicke auf die offiziell gewählten „schönsten Strände der Welt“ geworfen.

Kajaken an den schönsten Stränden, die bei Sonnenschein sicher noch schöner wären.

Kajaken an den schönsten Stränden, die bei Sonnenschein sicher noch schöner wären.

Kajakfahrer.

Kajakfahrer.

Kajakfahrer 2.

Kajakfahrer 2.

Am Nachmittag ging unsere Reise auch schon weiter. 4 Stunden Autofahrt nach Kaikoura an der neuseeländischen Ostküste lagen vor uns. Auf dem Weg dorthin wollten wir noch ein Weingut besuchen, leider waren wir dafür schon ein bisschen zu spät dran. Die Route war dennoch gut gewählt, verlief sie durch die reinste Mittelerde-Landschaft (schon wieder Herr der Ringe😉 ) und vorbei an ein paar Hobbit-Drehorten. Kaikoura hat uns schließlich mit Weltuntergangs-Stimmung empfangen, aber auch mit einer Robben-Kolonie und traumhaften Bergen. Das war schon mal ein super Start, aber es sollte noch besser kommen. Für den nächsten Morgen hatten wir beim Dolphin Encounter Delfin schwimmen gebucht. Um 4:00 hat der erste Wecker geläutet… Bewaffnet mit Neoprenanzug, Flossen, Taucherbrille und Schnorchel begaben wir uns aufs Boot. Das Wetter war fantastisch – richtig schöne Morgenstimmung und nach kurzer Bootsfahrt sahen wir auch die ersten Delfine. Da durften wir auch schon ins Wasser. Nach dem Tröt-Zeichen der Sprung in den eisigen Pazifik, aber mit der richtigen Ausrüstung war das dann halb so wild. So sind wir dann vor einer malerischen Bergkulisse im Pazifik geschwommen und haben schnorchelnd mit Blick ins Meer komische Geräusche von uns gebend nach Delfinen Ausschau gehalten. Diese haben auch nicht lange auf sich warten lassen. Neugierig wie sie sind, sind sie immer wieder her geschwommen, haben Kreise um einen gezogen und wollten um die Wette tauchen. Die lustigen Geräusche, die wir von uns gegeben haben, dürften ihnen wohl auch gefallen haben. Insgesamt durften wir drei Mal ins Wasser, nachdem wir immer wieder mal ein Stückchen weiter gefahren waren und beim letzten Mal waren es über 200 Delfine, sogar Muttertiere mit ihren Kleinen. Man muss dazu sagen, dass das wirklich das natürliche Umfeld der Dusky Dolphins ist. Das waren alles Wildtiere in ihrem Lebensraum. Jetzt sind wir eine gewaltige Erfahrung reicher und wir werden das bestimmt nie vergessen.

Morgenstimmung über dem Pazifik.

Morgenstimmung über dem Pazifik.

Delphine!

Delphine!

Schwimmkulisse.

Schwimmkulisse.

Das zweite Boot. So waren wir auch unterwegs.

Das zweite Boot. So waren wir auch unterwegs.

Dusky Dolphins springen sehr gerne.

Dusky Dolphins springen sehr gerne.

Unsere zwei Boote nach der Tour im Hafen.

Unsere zwei Boote nach der Tour im Hafen.

Am Nachmittag sind wir dann den Kaikoura Walkway gegangen und haben dabei die herrliche Landschaft genossen sowie Möwen- und Robbenkolonien beobachtet. Man konnte den Robben wirklich auf ein paar Schritte nahe kommen – man sollte natürlich 10 Meter Abstand halten, aber wenn sich die Robbe mitten auf den Weg legt?😉

Robbe und Manu.

Robbe und Manu.

Küstenblick gen Norden.

Küstenblick gen Norden.

mehr Robben :-)

mehr Robben🙂

Robbe :-)

Robbe🙂

Walkway.

Walkway.

Küstenblick.

Küstenblick.

Kaikoura Walkway.

Kaikoura Walkway.

Danach haben wir uns eine kurze Sheep Show angeschaut. Der Besitzer einer Schaffarm und eines B&B hat dabei seinen Schafbock gezeigt, ein Schaf live geschert, seinen Hirtenhund vorgeführt und allerlei Infos über Schafwolle und ihren Gebrauch erzählt. Das war wirklich witzig, sehr nett und auch informativ.

Schaf scheren.

Schaf scheren.

Schaf?

Schaf?

Zum Abschluss des Tages haben wir uns auch einen Crayfish – Panzerkrebs – gegönnt, für den die Gegend bekannt ist. Sogar der Manu, der normalerweise keinen Fisch mag, hat gemeint, das sei das beste fischartige Essen, das er in letzter Zeit gegessen hat. (Mir hat’s super geschmeckt😉 )

Crayfish/Panzerkrebs.

Crayfish/Panzerkrebs.

Zur mittlerweile schon überschrittenen Halbzeit können wir nur resümieren, dass wir gewaltig viel erlebt haben und noch erleben werden. Ein tolles Land, sehr nette und freundliche Leute, köstliches Essen (saftige Steaks und traumhafte Desserts!) und viel Spannendes zu erleben. Wir halten auch auf dem Laufenden, morgen geht’s in Richtung Westküste! Liebe Grüße aus Kaikoura.

Kiwihaus, Taupo, Tongariro & Chewbacca

Wir sind nun endlich in Wellington gelandet und nach kurzer Pause, in der viel passiert ist, melden wir uns zurück. Aber von Anfang an: Von Waitomo besuchten wir das Kiwi House in Otorohanga, wo wir unseren ersten lebenden Kiwi gesehen haben – also das Tier. Leider durften wir ihn nicht photographieren, aber er war so. unglaublich. süß. Mama, darf ich einen Kiwi im Garten haben? In dem Tiergarten waren aber noch mehrere einzigartige Geschöpfe: Keas, Neuseeland-Falken, viele verschiedene Enten, unzählige Geckos und andere Tiere. Besonders gut gefallen haben uns zwei Tiere: Der Morepork ist eine Art Eule und kann so super grantig schauen! „Pelican“ ist eine Waldtaube und er ist VERY FRIENDLY. Er liebt nämlich Menschen und fliegt gern auf deren Köpfe und Arme etc. Sehr witzig jedenfalls.

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Neuseeland-Falke.

grantiger Morepork.

grantiger Morepork.

Pelican mag Manu.

Pelican mag Manu.

Danach nahmen wir die Fahrt nach Taupo auf. Die Tour ging durch eine nette grüne Weidelandschaft, hübsch anzusehen. Der See war spektakulär, er ist nämlich gigantisch groß. Der „Great Lake Taupo“ ist der größte See Neuseelands und wir haben gleich mit einer Seefahrt begonnen. Das war eine schöne Erfahrung, weil die Bootsfahrt mit wenigen Leuten sehr familiär war. Der Kapitän hat, nachdem wir zu einem Maori-Kunstwerk in den Felsen gefahren sind, einen Fisch geangelt – dort gibt’s gigantische Regenbogenforellen (köstlich) – und mit uns über’s Wandern geplaudert. Österreich findet hier generell jeder super😉

Great Lake Taupo

Great Lake Taupo

Mount Ruapehu in der Ferne.

Mount Ruapehu in der Ferne.

Maori-Steinkunst.

Maori-Steinkunst.

Lake Taupo

Lake Taupo

Lake Taupo bei schon niedrigerem Sonnenstand.

Lake Taupo bei schon niedrigerem Sonnenstand.

Berta noch vor ihrem Ableben.

Berta noch vor ihrem Ableben.

Am Lake Taupo hatten wir nur einen Nachmittag geplant und die Fahrt ging weiter nach National Park. Vielen lieben Dank für’s Daumen drücken, dass das Wetter hält! Für Sonntag war auf einmal ein wunderschöner, sonniger Tag angesagt!! Jupidu! Aber dazu später mehr. Fast wäre es nämlich gar nicht so weit gekommen: Auf der Fahrt nach National Park hat unser Auto „Berta“ überhitzt, der Fernthermomether war durchgehend am Maximum – „Da hat’s was“ haben wir uns gedacht. Mit einigen Abkühlpausen haben wir die paar Kilometer in den Ort aber doch noch geschafft und haben Berta mal zum Abkühlen vor die Herberge gestellt. Am nächsten Tag haben wir durchgecheckt, was ging – Kühlflüssigkeiten etc. (mit Hilfe von Manus Papa, der da eindeutig mehr Ahnung hat, als wir – DANKE!). Bei der Tankstelle, die eine zweiminütige Autofahrt entfernt war, hat Berta schon wieder gedampft. Also haben wir zuerst bei Spaceship angerufen und wurden dann abgeschleppt. Wir wurden direkt zu einem Autoschrottplatz und der anliegenden Werkstatt gebracht. Dort haben sich die Fachmänner unsere, wie wir sie liebevoll genannt haben, Kraxn angeschaut und nach einigen Stunden war klar, das wird nix mehr. Irgendetwas Schlimmeres ist kaputt und das dauert 10 Tage bis 2 Wochen zu reparieren. Also haben wir gemeinsam bei Spaceship angerufen. Wir kriegen also ein Ersatzauto. Zuerst hat’s geheißen, es bringt uns jemand das neue Auto nach National Park. Ging aber dann irgendwie doch nicht. Im Endeffekt saßen wir dann am nächsten Tag im Bus auf einer 6-stündigen Fahrt nach Auckland und holten unser neues Auto. Das neue Auto mit dem klindenden Namen „Chewbacca“ ist laut Kilometerangabe auch jünger, fährt bisschen spritziger und gefällt uns eigentlich besser – die 2 Tage sind trotzdem verschwendet. Zumindest war das Wetter nicht allzu traumhaft (wobei doch die Sonne gescheint hat und man durchaus Verwendung für diese Zeit gehabt hätte…) Jedenfalls haben wir jetzt ein neues Mietauto. Dafür waren wir am nächsten Tag voller Energie, wenn auch ein bisschen müde von nur 5 Stunden Schlaf nachdem wir von Auckland erst gegen Mitternacht in der Herberge waren, und begingen den Tongariro Alpine Crossing. Durch karge Vulkanlandschaft mit prächtigen Kratern, dampfenden Schlitzen, bunten vulkanischen Seen und atemberaubender Landschaft ging diese Wanderung. Nach dem ersten Abschnitt nutzten wir die Gelegenheit und erklommen den Mount Nghauruhoe, besser bekannt als Mount Doom oder Schicksalsberg aus Herr der Ringe. Die Realität ist keinen Deut besser als im Film: der Vulkan besteht aus Sand, losen Steinen und Geröll. Sprich: 1 Schritt vor, 3 Schritte zurück. Ich bin doch schon ein bisschen gewandert in meinem Leben, aber ich habe beim Aufstieg noch nie einen Berg so gehasst wie diesen. Innerhalb von 1,5 Stunden Schwerstarbeit haben wir 600 Höhenmeter bewältigt. Der Ausblick war dafür umso gewaltiger. Einen richtigen Gipfel gab es nicht, dafür einen riesigen Krater und den Blick auf den Mount Ruapehu, das umliegende Gebiet und das weitere Vulkangebiet. Der Abstieg war dafür halb so wild. Den ersten Teil sind wir über ein Schneefeld am Hintern gerutscht und der Rest ging auch recht flott. Danach waren wir allerdings ziemlich erledigt und von der gesamten Wanderung erst ein Drittel erledigt. Am Schluss mussten wir ein bisschen „anzahn“, weil uns sonst der Bus davon gefahren wäre, allerdings war das nur noch ein zweistündiger Ausläufer, da haben wir dann einen besonderen Gang eingelegt und sind hinunter getrabt. Insgesamt hat die Wanderung ungefähr 9 Stunden gedauert, und wir haben über 1.200 Höhenmeter hinauf und mehr als 1.700 Höhenmeter hinunter zurückgelegt, die Strecke war exklusive Mount Doom 19,4 Kilometer lang. Trotz des mühsamen Aufstiegs auf den Schicksalsberg kam doch ziemlich viel Herr der Ringe-Stimmung auf, aber auch kein Wunder bei dieser einzigartigen und traumhaften Landschaft. Dafür tut uns danach alles weh.

Tongariro Alpine Crossing.

Tongariro Alpine Crossing.

Die Strecke.

Die Strecke.

Mount Nghauruhoe / Mount Doom / Schicksalsberg

Mount Nghauruhoe / Mount Doom / Schicksalsberg

Ausblick vom Gipfel

Ausblick vom Gipfel

Der Einsame Berg / Lonely Mountain in weiter Ferne.

Der Einsame Berg / Lonely Mountain in weiter Ferne.

glückliche Gipfelsieger bzw. Kratererklimmer

glückliche Gipfelsieger bzw. Kratererklimmer

Der Schicksalsberg nochmal von unten.

Der Schicksalsberg nochmal von unten.

South Crater und Mount Doom

South Crater und Mount Doom

Vulkanische Ebene.

Vulkanische Ebene.

Red Crater.

Red Crater.

Emerald Lakes.

Emerald Lakes.

Blue Lake.

Blue Lake.

Abstieg vom vulkanischen Gebiet.

Abstieg vom vulkanischen Gebiet.

Ausblick auf Lake Taupo.

Ausblick auf Lake Taupo.

Heute sind wir mit „Chewbacca“ nach Wellington aufgebrochen. Zuerst schon durch bergigere Graslandschaften, danach die Küste entlang – und das an einem sonnigen Traumtag. Die Hotelsuche gestaltete sich schwierig. Entweder alles belegt oder viel zu teuer, dazu kaum Parkplätze. Schlussendlich sind wir zu einem für uns grad noch tragbaren Zimmerpreis, weil der Rezeptionist wirklich nett war, in einem sehr zentralen Hotel untergekommen. Der erste Eindruck von Wellington ist ganz gut. Wir waren in einem chinesischen Pub essen (rustikales Holz und fein geschnitzte chinesische Möbel??), war aber ganz gut. Es wird dann wohl Zeit fürs Bett. Danke für’s Mitlesen und für das gute Wetter am Sonntag! Hier noch eine Impression von unserem Waschvormittag (sehr nützlich so eine Wäscheleine quer durchs Zimmer, speziellen Dank an Ramona & Alex😉 ) :

Waschtag in der Herberge. Genug Platz zum Trocknen für alles.

Waschtag in der Herberge. Genug Platz zum Trocknen für alles.

Liebe Grüße aus Wellington!

Rotorua, Waitomo & Berta beim Auto-Doc

Da es mal wieder regnet, ist einmal mehr Blog aktualisieren angesagt. In Rotorua wurde am nächsten Tag das Wetter zum Glück wieder besser. Den heftigen Regentag haben wir im Polynesischen Spa verbracht. Das war eine recht interessante Erfahrung. In mehreren Outdoor-Pools, die zwischen 38° und 42° haben, zu baden ist vor allem heiß. Wenn einem dann noch der Regen auf den Kopf fällt, ist das eher erheiternd. Gemeinsam mit lauter alten Chinesen kann man es dann als interessant bezeichnen. Am Abend gespeist haben wir im Lone Star, einem Cowboy-Wilder-Westen-angehauchten Restaurant. So ein gigantisches Steak haben wir noch nie gesehen.

Der nächste Tag war zu Glück kein bisschen verregnet. Unser erstes Ziel war Wai-o-Tapu, das Thermal Wonderland. Auf der Fahrt vom Frühstück dorthin das Übel: In Matamata hatten wir wie schon geschrieben eine Reifendruckerhöhung. Nun in Rotorua war der Druck schon wieder im Keller. Die Befürchtung: ein schleichender Platten – bitte nicht. Jedenfalls haben wir auf der Tankstelle den Reifen wieder aufgepumpt und dabei hat uns ein Einheimischer Hilfe angeboten. Nachdem wir ihm unsere Geschichte mit dem Reifen so nebenbei erzählt hatten, hat er uns den nächsten Reifenladen gezeigt und gemeint, dort wartet man nicht lange und günstig ist es ebenso. Anstatt also die Notrufnummer des Autoverleihs für solche Fälle zu wählen, haben wir den Reifenladen aufgesucht, den Reifen innerhalb von 20 Minuten checken und reparieren lassen (ein Nagel steckte im Reifen) und waren sogar pünktlich für den Geysir-Ausbruch in Wai-o-Tapu – unsere Berta ist also nach dem „Arztbesuch“ wieder fit.

In Wai-o-Tapu haben wir zuerst den Lady Knox Geysir ausbrechen gesehen. Dies wird täglich durch die Zufuhr von Seife ausgelöst. Eine reine Touristenattraktion zwar, aber interessant. Danach ging es direkt ins Thermal Wonderland. Man muss sagen, es ist hochinteressant. Überall steigt Dampf auf, in diversen Löchern brodelt es. Aber: es riecht (man verzeihe mir den Ausdruck) elendiglich nach Eierschas. Der Geruch in diesem vulkanischen Gebiet kommt von den ganzen Schwefelmischungen und die Nase gewöhnt sich daran, aber hin und wieder ist es doch recht penetrant.
Wie gesagt hochinteressant, aber Bilder sagen mehr als tausend Worte:

Lady Knox Geysir kurz vorm Ausbrechen

Lady Knox Geysir kurz vorm Ausbrechen

Lady Knox Geyser

Lady Knox Geyser

Krater "Devil's Home"

Krater „Devil’s Home“

Nichts anfassen - brodelnd heißes Wasser!

Nichts anfassen – heiß!

"Attist's Palette"

„Artist’s Palette“

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"Sinter Terasses"

„Sinter Terasses“

"Devil's Pool"

„Devil’s Bath“

"Champagne Pool"

„Champagne Pool“

"Mud Pool" - brodelnde, spritzende Gatschlöcher

„Mud Pool“ – brodelnde, spritzende Gatschlöcher

Nach einem kurzen Imbiss ging die Fahrt weiter nach Whakarewarewa, ein zu besichtigendes Maori-Dorf. Wir kamen genau pünktlich zu einer Vorführung von traditionellen Maori-Tänzen und –Gesängen. Interessant, aber für unsereins doch etwas merkwürdig anzuschauen sind herausgestreckte Zungen, weit aufgerissene Augen und drohend angespannte Muskeln. Im Anschluss hatten wir einen geführten Rundgang mit einer einheimischen Maori-Dame, die uns allerhand über die traditionelle Nahrungszubereitung, das Waschen und Baden und die Herstellung von Röcken – alles mithilfe der heißen Quellen – zu erzählen wusste. Danach spazierten wir noch über einen kleinen Rundweg durch Felder von heißen Quellen und brodelnden Schlammteichen.

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Tewhakarewarewatangaoteopetauaawahiao kurz: Whakarewarewa

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Wir sind fast wie echte Maori!

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Heiße Quelle mitten im Dorf

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Heiße Quelle – gleich daneben sind die „Badewannen“

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Blick über einen heißen See und ganz hinten Lake Rotorua mit seiner Insel

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Steg über den heißen See

Leider war unsere Zeit in Rotorua dann auch schon vorbei. Wir hätten gerne noch eine Bootsfahrt auf dem See gemacht, aber nachdem aus den 2 Tagen nur einer wurde, war dafür dann keine Zeit mehr. Aber unser nächstes Ziel wartete schon: Waitomo. Wir wohnen nun hier im Bed&Breakfast „Waitomo Caves Guest Lodge“ bei Janet und Colin. Es ist einfach so nett da. Willkommen geheißen wurden wir mit Colins selbstgemachten Keksen und einer Menge Tipps zu Essen, den Höhlen und diversen Rabatten. Sie haben uns auch die Touren in den Höhlen gebucht, da sie bessere Konditionen bekommen. So viel Gastfreundschaft haben wir selten erlebt.

Heute also waren wir beim Blackwater Rafting und haben die Black Labyrinth Tour erlebt. In dicken Neoprenanzügen sind wir in die Höhlen gekraxelt, mit Stirnlampen bewaffnet über Fels und Stein durchs Wasser geklettert, von 1,5 Meter hohen Wasserfällen rückwärts gesprungen und mit unseren dicken Gummireifen in der teilweise wirklich starken Strömung im Wasser durch die Glühwürmchen-Höhlen getrieben. Das war wahrlich ein Erlebnis.

Nach einer Pause waren wir dann nochmal in der Höhle und zwar mit einer geführten (diesmal trockenen) Tour und haben uns allerlei Stalagtiten und Stalagmiten angesehen, was doch recht beeindruckend war.

Ruakuri Cave

Ruakuri Cave

Morgen sehen wir uns dann das Kiwi-Haus in Otorohanga an und fahren nach Taupo zum größten See Neuseelands!
Bitte, bitte drückt uns alle die Daumen für schönes Wetter. Wir wollen unbedingt den Tongariro Alpine Crossing gehen, der unter anderem auf den Mount Doom/Schicksalsberg von Herr der Ringe führt – und genau jetzt sagt der Wetterbericht tagelang schlechtes Wetter mit Regen an. Wir hoffen darauf, dass er falsch liegt und es vielleicht doch besser als erwartet kommt.

Übrigens weihnachtet es schon ein bisschen. Der erste Weihnachtsbaum wurde in Rotorua gesichtet:

Weihnachtsbaum in Rotorua

Weihnachtsbaum in Rotorua

Liebe Grüße und bis bald aus der kuschligen Pension in Waitomo!

Cathedral Cove, Hobbiton, Mount Maunganui

Die Koffer und wir sind ein gut eingespieltes Team. Unser Auto, das offiziell Button heißt, haben wir „die dicke Berta“ getauft und ebenfalls schon gut unter Kontrolle. Der Anfang war ein bisschen schwer: Links fahren ist (fast) kein Problem, hin und wieder fährt man etwas weit links und Blinker und Scheibenwischer sind vertauscht – auch bei Sonnenschein läuft hin und wieder noch der Scheibenwischer. Nur das Wetter spielt nicht 100 % mit. Nach Auckland war geplant die Fahrt auf die Coromandel Peninsula, direkt nach Coromandel, wo viele schöne Strände sind. Bei Schönwetter ein Traum, bei Wind und Regen wie wir es hatten eher weniger. Da die Wetterlage aussichtlos war, mussten wir das leider überspringen. Nachdem wir also endlich aus dem Aucklander Stadtverkehr herausgefunden hatten (das war schlimmer als auf der Tangente in der Früh – und das zum ersten Mal auf der linken Seite in einem ungewohnten Auto…), fuhren wir also Richtung Coromandel und haben dann die Westseite übersprungen und sind direkt zur Ostküste gedüst, die unser nächstes Ziel war. Dort hat das Wetter auch gehalten und wir haben die Cathedral Cove besichtigt. Über zwei kleinere Buchten geht es durch einen mit Palmen durchwachsenen Mischwald (sehr seltsam) zur Cathedral Cove: eine Bucht, von der man durch einen ausgehöhlten Felsen zur nächsten Bucht kommt. Diese Höhle erinnert ein bisschen von der Form her an eine Kirche. Aufgrund des „traumhaften“ Wetters waren auch entsprechend wenig Leute dort – zumindest was. Der weitere Plan wäre dann Hot Water Beach gewesen. An diesem Sandstrand kann man sich Schaufel und Kübel zulegen und Löcher graben. In diesen Löchern ist dann warmes Wasser – ziemlich cool! Leider hat uns das Wetter wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht und der Hot Water Beach ist wortwörtlich ins Wasser gefallen…

Stingray Bay am Weg zur Cathedral Cove.

Stingray Bay am Weg zur Cathedral Cove.

Küstenwald vor Cathedral Cove

Küstenwald vor Cathedral Cove

Cathedral Cove

Cathedral Cove

Schließlich sind wir weiter zu unserem nächsten Ziel gefahren. Der Weg nach Matamata in leichtem Schnürlregen und Wind erinnerte ein bisschen an das Burgenland – sehr flach jedenfalls. Dort haben wir dann ewig nach einer Unterkunft gesucht und daraus gelernt, vor der Abfahrt zumindest eine Auswahl an in Frage kommenden Unterkünften zu haben… Nachdem wir dann doch ein recht nettes Motel gefunden hatten, war der Tag mit einem Abendessen auch schon zu Ende. Tag 7 hat mittlerweile mit fettem Kuchen und Wraps in einem Breakfast-Diner begonnen. Was es hier an Fast Food gibt, ist unglaublich… Jedenfalls hat dann für uns ein ziemlich aufregender Tag gestartet. Am Vormittag haben wir die Hobbiton-Tour gemacht und sind ans Filmset für Herr der Ringe und Der Hobbit gefahren. Das war unglaublich cool! Man fühlt sich dort wirklich wie im Auenland, als könnte jeden Moment ein Hobbit vorbeikommen. Wir haben auch allerlei Insider-Infos und Gossip zu hören bekommen über Filme, Szenen, Filmtricks, Dreharbeiten etc. Ich habe auch gefühlte 500 Fotos gemacht (waren dann im Endeffekt eh nur 350😉 ) Im Grünen Drachen haben wir ein Bierchen getrunken, das man nur dort bekommt. Ja, wir fühlen uns jetzt schon recht speziell. Hehe. Jedenfals war die Atmosphäre dort unbeschreiblich! Zurück in Matamata waren wir noch im i-Site, der Touristeninformation und haben Postkarten gekauft und verschickt sowie eine Straßenkarte. Wir haben uns zwar in Auckland zusätzlich ein Navi genommen, das im Grunde praktisch ist, aber doch nicht immer ganz 100%ig funktioniert (falsche Adresse, kennt Adresse nicht, findet Standort nicht – zach!), zudem haben wir eine elektronische Karte auf Manus Handy, aber ich vertrau dieser ganzen elektronischen Gerätschaft nicht so ganz. Deshalb habe ich dann doch eine Neuseeland-Straßenkarte bekommen. Juhu!

Welcome!

Welcome!

Hobbits?

Hobbits?

Bags End.

Bags End.

Gärtner's Hobbithöhle.

Gärtner’s Hobbithöhle.

In einer Höhle, da lebte ein Manu.. äh Hobbit.

In einer Höhle, da lebte ein Manu.. äh Hobbit.

Samweis Gamdschies Höhle.

Samweis Gamdschies Höhle.

im Grünen Drachen.

im Grünen Drachen.

Hobbiton.

Hobbiton.

Hobbit Holes, Party Tree and Bags End.

Hobbit Holes, Party Tree and Bags End.

Gegen den frühen Nachmittag waren wir dann das erste Mal tanken und haben auch von der freundlichen Dame den Reifendruck erhöht bekommen. Es ist unfassbar, wie freundlich und hilfsbereit hier alle sind. Wenn man auch nur ein bisschen verloren aussieht kommen Neuseeländer oder bleiben Autos stehen, ob eh „everything alright“ ist. Das ist wirklich nett. Unsere weitere Reise führte uns nach Tauranga, ein total schöner Ort, nur war es unglaublich windig. Nichtsdestotrotz sind wir auf den Mount Maunganui gewandert. Von 0 auf 260 m, das kann man schon als wandern bezeichnen, glaube ich. Von dort hatte man einen wundervollen Ausblick über den Pazifik, die Küste und die Stadt. Gesicherte Wege gibt’s dort allerdings nicht. Wo in Österreich mindestens ein Geländer oder schon abrutschgesicherte Wege wären, ist hier nicht mal irgendwas. Ohne das zu bewerten (mich stört das nämlich nicht), geht man hier einfach mal neben einem Abhang, wo man bei einem falschen Schritt 100 Meter weiter unten liegt und wird nicht mal vorgewarnt. Und die Aussicht war fantastisch.

Tauranga - Pilot Bay

Tauranga – Pilot Bay

Der halbe Weg auf den Berg ist geschafft.

Der halbe Weg auf den Berg ist geschafft.

Blick vom Mount Maunganui auf Tauranga.

Blick vom Mount Maunganui auf Tauranga.

Pazifik im Hintergrund.

Pazifik im Hintergrund.

New Zealand East Coast.

New Zealand East Coast. Meer, Strand & Schafe.

Schlussendlich sind wir nach Rotorua gefahren und haben uns ein Hotel gesucht. Das war ein bisschen seltsam, wir haben Seeblick (gegen Aufpreis) eigentlich verneint – und haben jetzt trotzdem welchen? Wir werden das ja dann bei der Abrechnung sehen. Da waren wir dann gestern noch in einem Pub essen und haben beim Pubquiz zugeschaut. Mitmachen wollten wir nicht, weil die Fragen im Endeffekt doch recht neuseelandspezifisch waren. Aber lustig war’s allemal.

beim Abendessen im Pub in Rotorua.

beim Abendessen im Pub in Rotorua.

Heute regnet es ohne Ende und wir schauen noch in das Rotorua Museum und vielleicht ins Polynesian Spa bevor morgen angeblich wieder ein sonniger Traumtag kommen soll. Liebe Grüße aus dem verregneten Rotorua!

Auckland

Halbwegs frisch und munter melden wir uns zurück! Die Zeitverschiebung hängt uns noch ein bisschen nach, aber im Grunde sind wir schon wieder recht fit.

Unsere ersten zwei aktiven Tage haben wir in Auckland verbracht. Anfangs sind wir einfach mal die Innere Stadt durchwandert, haben uns passende Steckdosenadapter zugelegt (unsere 5 verschiedenen Stück haben natürlich alle nicht gepasst) sowie das Informationsbüro nach Broschüren durchsucht. Dabei haben wir mal ein paar gute Eindrücke von Auckland bekommen.

Zunächst haben wir eine Hafenrundfahrt gemacht. Das war wirklich eine hervorragende Idee. Die 1 1/2 stündige Fahrt hat uns vom eigentlichen Hafen, Richtung Osten mit Blick auf die Vulkaninsel Rangitoto und auf einige Inseln in der Ferne sowie die Harbour Bridge gebracht. Von der Harbour Bridge ist gerade jemand gesprungen. Allerdings mit Seil, beim Bungeejumpen. Wir sind dabei am obersten Deck gestanden aufgrund des wahnsinnig tollen Ausblicks. Der ebenso wahnsinnige Wind hat uns allerdings fast umgeweht.

Danach sind wir (komplett zerzaust) auf den SkyTower gefahren. Der Ausblick war atemberaubend. Auckland ist eine gewaltig große Stadt, zwei mal so groß wie London, aber mit nur ca. 1 Mio. Einwohner. Die Innere Stadt besteht aus einigen Hochhäusern und Wolkenkratzern, außerhalb gibt es allerdings fast nur Einfamilienhäuser und viel Grünflächen. Die Stadt ist übrigens auf ca. 50 Vulkanen erbaut, die man vom SkyTower aus theoretisch zählen könnte.

Heute hatten wir uns entschieden, den 13 km langen Coast-to-coast-walkway zu bewandern – nicht zuletzt, weil am Ende des Weges die Abholstätte unseres Autos ganz in der Nähe lag. Im Grunde war der Weg auch ganz nett. Vorbei an der Universität von Auckland, durch die Auckland Domain, über den Mount Eden, den Cornwall Park, über One Tree Hill bis an die östliche Küste. Sonderlich gut beschildert war der Weg nicht, ein paar freundliche Polizisten haben uns aber weitergeholfen. Einer meinte überhaupt, warum wir diesen Weg gehen und was wir da tun, in Österreich ist es doch sowieso viel schöner –  verabschiedet hat er uns mit einem Tschüss [Tschouss]. Das Polizeiaufgebot war generell recht groß, zwei Mal ist Deutschlands „Mama“ Angela Merkel mit Polizeieskorte an uns vorbeigefahren. Ist da vielleicht ein Treffen in Auckland?

Am bisschen enttäuschenden Ende des Weges (eher heruntergekommen und nicht sehr einladend) waren wir nach 4 Stunden, die wir für einen mit 2,5 Stunden angeschriebenen Weg gebraucht haben, und so marschierten wir schon bisschen unter Zeitdruck zum Autovermieter. Nun haben wir unser Raumschiff und die erste Fahrt durch den freitäglichen Nachmittagsverkehr ist geschafft.

Am Abend waren wir noch in Devonport  auf der gegenüberliegenden Seite des Hafens und haben den Ausblick vom Mount Victoria auf die Skyline Aucklands genossen sowie kaltes (schaumloses) neuseeländisches Bier und Burger.

Nach einem kurzen nächtlichen Spaziergang zurück packen wir noch kurz die Koffer und dann geht’s ab ins Bett.
Morgen fahren wir mit unserer heißen Karre nach Coromandel.

Bilder gibt’s unten!

Liebe Grüße aus Auckland!

Blick vom Boot auf den Vulkan "North Head" in Devonport und die Skyline der Stadt

Blick vom Boot auf den Vulkan „North Head“ in Devonport und die Skyline der Stadt

Uralter Leuchtturm im Hafen und östliches Auckland.

Uralter Leuchtturm im Hafen und östliches Auckland.

Bick vom SkyTower auf den Hafen.

Bick vom SkyTower auf den Hafen.

Blick vom SkyTower auf die Harbour Bridge.

Blick vom SkyTower auf die Harbour Bridge.

Unser Spaceship!

Unser Spaceship!

Auckland Skyline vom Mount Victoria.

Auckland Skyline vom Mount Victoria.

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Auckland by night.